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Stiftung 'Os Moddersproak'
fördert und unterstütz die euregionale Volkssprache
Euregionales Dialektfestival 2007
Os Moddersproak
Dialektmusik - Dialektdichter - Dialekttheater
Unsere Dreiländersprache lebt. Bei diesem Festival treffen sich Troubadoure, Bands, Dichter, Büüteredner und Schauspieler von drei Seiten der Grenze. Ein abendfüllendes Programm voller Abwechslung. Mit dem Schwank De jow adräs, worin vier Frauen auf Männerjagd gehen, als Höhepunkt.
Jean Frins / Gründer der Stiftung Os Moddersproak
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"Eine hervorragende Initiative! Das Öcher Platt kann nur dann überleben, wenn es sich baldmöglichst mit den eng verwandten, benachbarten belgischen und niederländischen Mundarten in Verbindung setzt und es sich nicht nur lokal, sondern auch euregional hören lässt. Dieses Festival bietet dazu eine einzigartige Chance".
- Mathias "Mattschö" Stevens
Drei-Königs-Ketten-Träger der Stadt Aachen
Mai 2006
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Amice Jean,
Ich haop das doe mit de stichting "Os Modderspraok" in de gelaegenheid bés mit te wirke aan de insjtandjhouding van oos sjoon dialek. Want oos moodèsjtaal maag vanzelaeve neit verlaore gaon!!! Ich wunsj uch allemaol vööl sukses! Mit vruntjelikke komplemènte
Frits Rademacher
- Limburgs Troubadour (Loeënde klokke...)
Zitterd, mei 2007
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"Mich stört, dass einige noch immer einen großen Bogen um ihre Muttersprache machen. Ich hoffe, dass in zehn Jahren in jeder Aachener Amtsstube ein großes Schild hängt mit dem Spruch: Hier wird auch Platt gesprochen. Beim Os Moddersproak-Festival 2008 mache ich gerne mit".
Hein Engelhardt
- Öcher Heimatdichter
September 2007
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- Freitag 12. Oktober |
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Café & Partycentrum Oud Zumpelveld, |
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Es treten für Sie auf: |
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- Samstag 3. November |
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Jünglingshaus |
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Es treten für Sie auf: |
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De Kroschele & Leo Herbst ( Ehrenpräsident der KG Ru Eder Jonge )
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Festival »Os Moddersproak« ging nach Tour durch die Euregio in Eupen zu Ende
Von Janina Henkes
Eupen
Das euregionale Dialektfestival »Os Moddersproak« bot am vergangenen Wochenende in Eupen Musik, Dichtung und Theater auf Plattdeutsch.
Die Künstler auf der Bühne sprachen jeweils ihren eigenen Dialekt, sei es den aus Aachen, Gemmenich, Eupen, Vaals oder anderen Orten. Insgesamt 90 Besucher verfolgten an beiden Tagen das fünfstündige Programm, das von Jean Frins charmant moderiert wurde. Rund 25 000 Euro hatten die Veranstalter der Stiftung »Os Moddersproak« für das Projekt ausgegeben. Die Veranstaltungsreihe fand zunächst an anderen Orten der Euregio statt, wie z. B. in Aachen, Vaals, Simpelveld, Spekholzerheid und Waubach, bevor sie am Samstag in Eupen zu Ende ging. Premiere war am 5. Oktober.
Schwänke und Musik
Den Einstieg machte der Eupener Hans Wertz mit seinen plattdeutschen Dichtungen. Thematisiert wurde hier zum Beispiel die Unterstädter Kirmes unter dem Titel »Wat kost' die Welt?«. Der Raerener Michel Fuhrt erzählte einen typischen Raerener Schwank. Des Weiteren gab es Musikdarbietungen, wie zum Beispiel heimatliche Melodien auf Öcher Platt von den »Kroschelen met Quetschbüll« (Ziehharmonika), Troubadour Jo Vek, der auf seiner akustischen Gitarre spielte, Trudy Meijers, die ihre Heimat Vaals besang, sowie Franziska Allgaier und Luise Kohl, die ihre Eupener Duette zu bekannten Melodien sangen. Weitere Dichtungen gab es von Anita Volders, die melancholische Gedichte zur düsteren Jahreszeit präsentierte. Lustiger wurde es wieder mit Dr. Manfred Birmans, der erklärte, was es mit dem Teufel in Aachen auf sich hat.

Den Abschluss des ersten Teils machte Professor Leo Wintgens, der das Plattdeutsch »als Brücke vom Englischen zum Latein« und die Sprache im Allgemeinen als Weg und Brücke des Friedens beschrieb.
Schließlich wurde »De jow adres«, ein Schwank in drei Akten und acht Dialekten, präsentiert.
Pierre Straet von der Liebhaberbühne Gemmenich hat das Stück von Marc Camoletti übersetzt und auch die Regie geführt. Die Darsteller kamen größtenteils aus den Niederlanden, aber auch Antoinette Brauwers aus Moresnet und Yvette Charlier aus Gemmenich waren dabei.
In einem Appartement wohnen vier Frauen, die alle versuchen, über eine Zeitungsanzeige den richtigen Mann zu finden. So sucht die Malerin ihren »Spartakus«, die Musikerin den Pianisten – Missverständnisse sind natürlich vorprogrammiert.
Ein heilloses Durcheinander entsteht, da alle Männer bei der falschen Frau ankommen. Auch die Tatsache, dass alle Darsteller verschiedene Dialekte sprechen, trägt zum Tohuwabohu bei.
Lange Nacht
Die amüsante Darstellung stieß auf große Sympathie beim Publikum. Sicherlich ist es auch eine wichtige Arbeit, örtliche Dialekte zu schützen und sie wieder aufleben zu lassen. Der Zeitrahmen des Programms, das von 19.30 bis 00.30 Uhr dauerte, war allerdings weit überzogen. Im nächsten Jahr möchten die Veranstalter ein neues Programm präsentieren. Sollte dieses nicht kürzer und spritziger sein?
Weitere Informationen unter
http://www.osmoddersproak.com/.